Seminarmappe: Glückliche Kinder brauchen glückliche Eltern und ErzieherInnen

April 24, 2017

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                      

 

 

 

 

 

 

Tagesseminar:

Glückliche Kinder brauchen glückliche Eltern und glückliche ErzieherInnen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                            

 

          

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

1. Glücksübung 

 

2. Basiswissen über Glück in Gehirn und Körper 

2.1 Gibt es Glücksareale im Gehirn? 

2.2 Botenstoffe des Glücks. 

2.3 Hängt Glück von unseren Gedanken ab? 

2.4 Körper 

 

3. Die empirische Glücksforschung 

 

4. Glücksübung  

4.1 Dankbarkeit 

4.2 Der Dankbarkeitsbrief 

 

5.Glück und Erziehung 

5.1 Wie kann ein Kind Glück lernen?

5.2 Vorbeugung der erlernten Hilflosigkeit 

5.3 Glücksförderliches in der Erziehung

5.3.1 Synchronspiele

5.3.2 Spielzeug

5.3.4 Flow fördern

5.3.5 Der Gebrauch von „Ja“ oder „Nein“ 

5.3.6 Der Umgang mit Lob und Strafe

5.3.7 Smiley- Gesichter 

5.3.8 Goldstücke beim Zubettgehen

 

6. Glücksübung für die Eltern 

6.1 Die „Grabrede“ zum Finden Deiner geheimen Wünsche und Ziele

6.2 Glücksübung

 

7. Abschlussgedanken

 

8. Literaturliste

 

 

 

 

 

„Das gute Leben, wie ich es mir vorstelle, ist ein glückliches Leben. Ich meine nicht, dass du glücklich wirst, wenn du gut bist. Ich meine: Wenn Du glücklich bist, wirst Du gut sein.“ 

                                                                                                        Bertrand Russel

                      

Herzlich Willkommen zu diesem Seminar mit dem Titel „glückliche Kinder brauchen glückliche Eltern und ErzieherInnen“.

Wer sich dafür interessiert, wie wir unseren Kindern Glück beibringen können, sollte zunächst auf sich selber schauen. Bist Du glücklich? Wie kannst Du wollen, dass Dein Kind glücklich ist, wenn Du es selber nicht bist? Weißt Du denn nicht, dass Kinder am Modell lernen? Sie ahmen alles nach. Jede Deiner Verhaltensweisen wird genau von Deinem Kind beobachtet. Je öfter Dein Kind glücksbringende Verhaltensweisen an Dir beobachtet, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es selber glücklich wird. Dies werde ich Euch etwas später anhand von neurologischen Befunden genauer erklären. Doch zunächst werden wir uns Deinem Glück widmen:

 

1. Glücksübung 1

Schreibe bitte 10 Dinge auf, die Dir Spaß machen:

 

1._____________________________________________________________

 

2.____________________________________________________________

 

3.____________________________________________________________

 

4.____________________________________________________________

 

5.____________________________________________________________

 

6.____________________________________________________________

 

7.____________________________________________________________

 

8.____________________________________________________________

 

9.____________________________________________________________

 

10.__________________________________________________________

 

Nun schreibe bitte 10 Dinge auf, die Dich glücklich machen:

 

1._____________________________________________________________

 

2.____________________________________________________________

 

3.____________________________________________________________

 

4.____________________________________________________________

 

5.____________________________________________________________

 

6.____________________________________________________________

 

7.____________________________________________________________

 

8.____________________________________________________________

 

9.____________________________________________________________

 

10.___________________________________________________________

 

Bitte notiere drei der spaßbringenden und drei der glücksbringenden Faktoren auf die Kärtchen, die auf dem Tisch liegen, um sie an die Pinnwand zu heften.

 

 

Hausaufgabe

Jede Woche wirst Du wenigstens je eine Sache von beiden Listen erledigen! Vergiss es nicht. Dies ist sehr wichtig für Dein Glück!

 

Wenn es Hindernisse gibt, warum, Du Deine Hausaufgaben nicht erledigen kann, sprich es in der Gruppe an, damit wir eine Lösung dafür finden.

 

 

 

 

 

2. Basiswissen über Glück in Gehirn und Körper

2.1 Gibt es Glücksareale im Gehirn?

Glück und Freude sind die stärksten Determinanten unseres Lebens. Glück und Freude suchen wir aktiv auf und streben danach, während wir Angst erregende und gefährliche Situationen vermeiden. Angst lähmt uns, hindert uns am Denken.

Alle lebenserhaltenden Maßnahmen, wie Essen, Geschlechtsverkehr, Pflege der Kinder und Sozialverhalten gehen mit einem angenehmen Gefühl einher. Dies sind teilweise unbewusste Verhaltensprogramme, die reflexartig von stammesgeschichtlich sehr alten Gehirnregionen gesteuert werden.

 

 

 

 

 

Es zeigte sich im Verlauf der Forschung, dass die belohnende und angenehme Wirkung auf ein Nervenfaserbündel im Gehirn zurückzuführen ist, welche ein bestimmtes Kerngebiet des Mittelhirns (das ventrale tegmentale Areal) mit dem Vorderhirn verbindet. Die Reizung geht auf eine Stimulation dieser Verbindungsbahnen zurück.

2.2 Botenstoffe des Glücks

Serotonin-                das ruhige Glück des Wohlbefindens.

Oxytocin-                   ebenfalls ein ruhiges Glück des Wohlbefindens, das Treuehormon, wird ausgeschüttet bei einem Orgasmus und bindet die Partner aneinander. Löst Wehenkontraktion aus und bindet die Mutter an ihr Kind. Wird auch bei Berührung ausgeschüttet.

Adrenalin,

Noradrenalin –        will Bewegung und Abenteuer. Wird bei Herausforderungen aktiv.

Dopamin-                 will Bewegung und Aktivität, ist aber auch z.B. beim Raucherglück aktiv und sorgt so mit für die Abhängigkeit.

Endorphine-             werden ausgeschüttet, wenn das Zentralnervensystem übererregt wird, z.B. bei einem Fallschirmsprung.

 

Das endokrine System (der Hormonhaushalt) ist sehr sensibel. Alle Hormone sind wechselseitig auch mit unserem Wohlbefinden verknüpft. Auch das Stresshormon Kortisol hat wichtige Funktionen im Hormonhaushalt. So kann man im Grunde genommen gar nicht, von den Glückshormonen sprechen. Das Hormonsystem sollte im Gleichgewicht sein, dann ist es auch in der Lage bei Glück und Freude entsprechende Gefühle bereitzustellen.

 

2.3 Hängt Glück von unseren Gedanken ab?

 

 

 

Dies sind zwei Neuronen. In unserem Gehirn finden wir eine Milliarde Neuronen. Davon ist ein Neuron mit 1.000 bis 10.000 anderen Neuronen verknüpft. Deshalb haben wir Assoziationsketten. So kommt es, dass ich von einem Gedanken zum nächsten springe. Ich denke z.B. das der Wagen zum TÜV muss, dann an die Kosten, die evt. zustande kommen. So kommt es, dass ich an meinen aktuellen Kontostand denke, an die Höhe meiner monatlichen Einnahmen, an meinen Arbeitgeber. Von dort ist es nicht weit zu dem Gedanken an meine Arbeit, an die furchtbare Kollegin usw.

Es ist wichtig die eigenen Gedanken zu kontrollieren, denn negative Gedanken ziehen eine negative Assoziationsspirale nach sich, rufen negative Gefühle hervor und haben negative Auswirkungen auf meine Gesundheit. So ist es bereits erwiesen, dass negative Gedanken in eine Depression münden können.

Andersherum rufen positive Gedanken eine positive Assoziationsspirale nach sich und auch gute Gefühle. Die Auswirkung auf die Gesundheit ist positiv. Körper und Geist fühlen sich gut. Neben der Gesundheit fördert dies auch die Kreativität, das Denken und die Problemlösungskompetenz.

 

Wenn ich etwas lerne, dann versuche ich mir etwas Bestimmtes zu merken. Immer wieder und immer wieder bis ich es kann. Das Neuron, bei dem der Reiz ankommt, möchte sich mit einem anderen Neuron verbinden, wenn wir lernen. Erst dann können wir uns d